
Kein Budget, kein Plan, aber einen Entschluss. Wie wir den roten T5.1 gefunden haben, was wir beim Kauf übersehen haben und was wir nächstes Mal anders machen würden. Basis, Rost, Außenhaut und Wartung, ungefiltert dokumentiert über acht Jahre und von 180.000 auf über 330.000 Kilometer.
Unser Weg zum eigenen Budget-Camper: unter 10.000 € ein Reisemobil für die ganze Familie. Mit allen Preisen, ersten Nächten und kleinen Problemchen.
Alle Folgen ansehenCamper-Upgrade: vom Bärenarsch zum Komfortcamper für die ganze Familie. Die Gamechanger und ein Bus, der am Leben gehalten werden will.
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Ein lang gehegter Traum: Wir haben einen Transporter Bulli.
Die Juno war weg. Verkauft an einen netten Menschen, der sie hoffentlich genauso liebt wie wir. Und plötzlich standen Maria und ich da: ohne Auto, mit dem Plan, etwas Größeres zu kaufen. Kastenförmig, Platz für vier Leute und einen Dackel, irgendwann drin schlafen. Das Ziel: ein VW T5. Das Budget: begrenzt. Die Expertise: überschaubar, weshalb wir unseren Lieblingsschrauber Christian mit ins Boot geholt haben.

Juno — unser Nissan Terrano I, das Abenteuermobil vor dem Bus.
Kurz zu Juno: ein echter Geländewagen, ursprünglich für eine Rallye gekauft, die wir nie antreten konnten. Nach 35 Jahren hatte mein damaliger Arbeitgeber, die WDR Lindenstraße, dichtgemacht, und damit auch unsere Rallye-Pläne. Schade drum. Für zwei Personen wäre Juno das perfekte Abenteuermobil gewesen, für die ganze Familie war sie schlicht zu klein. Verkauft haben wir sie an Manu, in guten Händen.

Erster Halt: der weiße T5.2 bei der Besichtigung.
Erster Halt: Ein weißer T5.2, langer Radstand, Dachträger, Familienbetrieb. Händler sympathisch, direkt Schlüssel in die Hand, sofort Probefahrt, so mag ich das. Oder waren die einfach faul und nicht sonderlich interessiert? Auch gut. Das Auto selbst: schön anzuschauen, keine Frage. Aber keine Klima, und mit Kids im Bus ist das kein Luxus, sondern Überlebensstrategie. Dazu: langer Radstand, damals zu groß für uns. Heute würden wir das anders sehen. Und dann rief ich Christian an: Ölverlust am Getriebe, Rost unterm Motor, lang gestanden. „Bitte weiterschauen."
Zweiter Halt: Mönchengladbach. Ein roter T5.1, älter, mit Klima, ein paar Blessuren, müder Auspuff, sprang nicht mal an. Kein Prachtstück. Aber vor Corona waren die Busse noch bezahlbar, und wir wollten nicht ewig weitersuchen. Unser Kumpel Manu von der Schalldose fuhr auch einen 1.9l TDI und war rundum zufrieden, zuverlässig, ausreichend Leistung. Das hat uns den letzten Schubs gegeben.

Zweiter Halt in Mönchengladbach: der rote T5.1, kurz vor dem Kauf.
Wir haben noch am selben Tag unterschrieben.
„Verliebt euch nie in ein Auto. Das macht blind." — Christian
Wir haben trotzdem unterschrieben. Der rote Bulli war objektiv in einem mäßigen Zustand. Aber er war der richtige. Vermutlich.
Der 1.9l TDI gilt als zuverlässig, Manu war happy, wir waren überzeugt. Was Jahre später trotzdem noch passieren würde, und was wir hätten vermeiden können, das ist eine andere Geschichte. Dazu kommen wir, viele Beiträge später.
Die klassischen Roststellen beim T5 sind nicht da, wo man zuerst hinschaut. Griffleiste an Heckklappe oder Hecktür rostet gerne von innen nach außen, sieht man erst, wenn's zu spät ist. Radläufe: Die Radhausschalen halten Dreck und Feuchtigkeit jahrelang fest, unbedingt abnehmen und dahinter schauen. Beim ehemaligen Handwerkerwagen nicht nur die Innenverkleidung prüfen, sondern auch das Blech im Laderaum, ohne ordentliche Ladesicherung rutscht Ladung, und was gegen Blech rutscht, hinterlässt Spuren. Und unter der Bodenplatte: Schiebetür stand beim Arbeiten stundenlang offen, es hat geregnet, keiner hat's gemerkt. Bodenplatte raus, Taschenlampe rein.
Tipps aus dem Video, gesammelt mit freundlicher Unterstützung von Christian, KFZ-Mechaniker und geduldiger Mensch.

Rost finden und entfernen.
Ein gebrauchter T5/T6 hat Geschichte. Meistens mehr als der Vorbesitzer zugegeben hat. Bevor beim Camper-Ausbau auch nur eine Schraube reingeht, muss man erst verstehen womit man es zu tun hat, und das geht nur auf eine Art: alles raus, alles angucken.
Die komplette Playlist VW T5 Fahrzeug & Karosserie auf YouTube.
Bodenplatte raus, Sitze raus, Trittabdeckungen raus, Teppiche und Gummimatten im Fahrerhaus hoch oder am besten raus. Erst dann siehst du was das Fahrzeug dir verschweigt. Bei unserem Roten war's Rost an der Schiebetür-Seite und eine Trennwand-Halterung die ab Werk punktgeschweißt war, haben wir trotzdem rausbekommen. Und dann waren da noch die Kabel unter dem Beifahrersitz, die wir beim Einbau eines Einzelsitzes selbst durchgescheuert haben. Fehler passieren. Gehören dazu. Am besten dokumentiert man sie bevor man sie vergisst.

Versteckter Rost: unter dem Teppich im Fahrerhaus und unter der Bodenplatte im Regenbereich der Schiebetür.
Die klassische Roststelle beim T5/T6 sitzt unter den Trittstufen, Kunststoffteile mit scharfen Kanten scheuern bei jedem Einsteigen gegen das Blech. Zehn Minuten Arbeit wenn man's früh findet. Deutlich mehr wenn nicht. Genauso versteckt, aber deutlich heikler: der Rahmen der Frontscheibe. Unter der Scheibendichtung rostet es jahrelang unbemerkt, und wenn der Rahmen erst arbeitet, steht Spannung auf dem Glas. Dann reißt die Scheibe schneller als einem lieb ist.
Vier Stahlfelgen schwarz lackiert: 35 Euro, ein Nachmittag. Rückleuchten gegen die klare Version getauscht: eine Stunde, Schraubenzieher, fertig. Außenspiegel gewechselt, Kunststoff aufgefrischt, Schaltsack neu. Nichts davon ist notwendig. Alles davon macht einen Unterschied.
182.000 Kilometer bei Kauf. Also: Glühkerzen, Dieselfilter, Bremsen vorne und hinten, alles selbst gemacht, alles dokumentiert. Dazu eine defekte Kühlwasserpumpe die wir erst beim Standheizungs-Einbau gefunden haben, ein Thermostat der nie richtig öffnete und ein Bowdenzug für die Luftumschaltung der seit anderthalb Jahren kaputt war und den wir für sieben Euro ersetzt haben. Vieles davon hätte in der Werkstatt dreimal so viel gekostet.
Für die Standheizung musste der Tank raus. Kein Nachmittags-Projekt, am besten in einer Mietwerkstatt mit Hebebühne. Wer den Einbau einer Standheizung plant: Christian und das Team von busbastler.de bieten dafür regelmäßig Workshops an.
Was hat der komplette Ausbau gekostet? Die vollständige Kostenaufstellung unseres ersten kompletten Ausbaus (Mark 1), von Fahrzeug bis Wohnmobil-Zulassung. → Zum Video (#51)
Wohnmobil-Zulassung beim TÜV, was wirklich geprüft wird, welche Dokumente du brauchst und was uns fast durchfallen ließ. → Was der TÜV fordert (#25) · → Gespräch beim TÜV (#26)

Gegenhalten — Rostschutz ist Dauerprogramm.
Ein gebrauchter VW T5 oder T6 mit 180.000 Kilometern ist kein Neufahrzeug. Er ist ein Fahrzeug mit Geschichte, und irgendwann holt einen diese Geschichte ein. Nicht alles auf einmal. Aber verlässlich.
Wir fahren unseren T5 seit 2018. Seitdem haben wir nicht nur ausgebaut, gedämmt und eingerichtet, wir haben auch repariert. Manchmal geplant, oft ungeplant, gelegentlich nach einer Fehldiagnose die uns 1.600 € gekostet hat.
Ich hatte von Anfang an einen klaren Plan: Vieles selbst machen, aber bei sicherheitsrelevanten Teilen die Finger weglassen. Bremsen zum Beispiel, da sollte ein Fachmann ran. Das erste große Projekt das ich dann tatsächlich selbst angegangen bin? Die Bremsen.
Hätten wir das Budget für einen neuen Kastenwagen oder einen fertigen Campervan gehabt? Nein. Aber selbst wenn, die Kosten über die Jahre zu verteilen ist ehrlicher als ein gigantisches Startkapital auf den Tisch zu legen. Es hätte uns einigen Ärger erspart. Aber es wäre nur halb so viel Spaß gewesen. Und sicher nicht so lehrreich.
Dieses Kapitel ist keine Anleitung. Es ist eine ehrliche Bilanz dessen was kommt, wenn man ein Fahrzeug in diesem Alter kauft, liebt und täglich nutzt. Wir zeigen was wir gemacht haben und wie, aber eines vorweg: YouTube ersetzt keine Lehrjahre in einem Meisterbetrieb. Bei allem was Sicherheit betrifft, lasst es vom Fachmann abnehmen oder gleich machen lassen.
Dieser Abschnitt zieht sich über beide Ausbauphasen, von Kauf 2018 bis heute, Mark 1 und Mark 2. Hier geht es um den normalen Verschleiß und die Wartung, mit denen jeder rechnen muss. Die richtig teuren Brocken, Getriebe, Motorschaden/PDE, Fahrwerk, haben ein eigenes Zuhause bekommen: → Reparaturen & Baustellen.
Für alle die einen T5 oder T6 kaufen wollen oder bereits fahren: Das hier ist das Kapitel, das wir uns selbst gewünscht hätten.
Eines der ersten Dinge die uns am T5 aufgefallen sind: Der Motor kam nicht auf Temperatur. Die Nadel blieb weit unter dem normalen Betriebsbereich, was nicht nur ineffizient ist, sondern den Motor auf Dauer schadet. Verdacht: Thermostat. Kosten als Ersatzteil: rund 16 Euro. In der Werkstatt: 200 bis 300 Euro.
Klingt einfach. War es nicht. Der Thermostat sitzt beim T5 von unten betrachtet hinter dem Klimakompressor, der Zugang ist eng, mit Klimaanlage kaum möglich ohne die Fahrzeugfront in die sogenannte Servicestellung zu schieben. Dabei wird die komplette Front um 10 bis 15 Zentimeter nach vorne geschoben um Platz zu schaffen. Eines der wenigen Projekte bei dem wir nicht weiterkamen, wir haben es versucht, scheitern lassen und im Video genau so gezeigt. Das Feedback aus der Community war überwältigend positiv: endlich jemand der auch zeigt wenn etwas nicht klappt.
Dass das Problem trotzdem länger mitgeschleppt wurde als es hätte sein müssen, merkten wir spätestens auf einem Roadtrip durch Norwegen. Nach 30 Minuten Talfahrt hatte der Motor so weit abgekühlt, dass die Temperaturanzeige auf null stand. Wir riefen Christian an. Diagnose: Thermostat, dringend.
Beim Einbau der Standheizung kam dann die nächste Überraschung: Die Zusatz-Kühlwasserpumpe war defekt. Platine komplett verschmort, ein Pin abgebrochen. Nach dem Tausch beider Teile lief das Kühlsystem endlich so wie es sollte.
Tipp für den Kauf: Beim T5/T6 Besichtigungstermin immer die Temperaturanzeige im Blick behalten. Bleibt die Nadel nach 10 Minuten Fahrt noch unten, sind Thermostat oder Kühlwasserpumpe ein heißer Kandidat.
Beim Besichtigungstermin schon aufgefallen, der Auspuff war durchgerostet. Im Kaufvideo haben wir kurz darauf hingewiesen, dann erstmal mitgeschleppt. Der Bus ist mit diesem Zustand zweimal durch den TÜV gekommen. Beim letzten Mal gab es einen pragmatischen Tipp vom Prüfer: Die losen Teile abflexen, damit nichts übersteht und beim Fahren gefährlich werden kann.
Aus der Community kamen nette Angebote, Follower die noch einen Auspuff in besserem Zustand übrig hatten. Die Zeit hat sich nie ergeben. 2025 wurde er dann komplett getauscht.
Typisch für ein Fahrzeug das jahrelang als Handwerkerwagen auf Kurzstrecken bewegt wurde. Auspuffanlagen brauchen Betriebstemperatur um trocken zu bleiben, wer täglich fünf Kilometer zur Baustelle fährt und nie Langstrecke macht, rostet den Auspuff von innen. Das Kondenswasser verdampft nie.
Tipp: Auspuff beim Kauf von unten anfassen. Wenn er sich biegt ohne Kraft, ist er fällig. Direkt einplanen, nicht auf die Überraschung warten.
Ich hatte mir fest vorgenommen: Bremsen fasse ich nicht an. Sicherheitsrelevant, Fachmann-Sache, nicht verhandelbar. Das erste große Projekt das ich dann tatsächlich selbst angegangen bin? Die Bremsen.
Von 180.000 Kilometern bei Kauf bis heute 330.000 Kilometer haben wir die Bremsen dreimal komplett getauscht. Zweimal selbst gemacht, einmal in die Werkstatt gegeben, wegen Zeitmangel kurz vor einem Messetermin. Manchmal ist das die ehrlichste Entscheidung.
Der Bus ist schwer. Beladen kommen wir schnell über 2,5 Tonnen. Bei dem Gewicht fressen sich Bremsscheiben und Beläge deutlich schneller durch als bei einem normalen PKW. Einplanen, nicht überraschen lassen.
Was ich dabei gelernt habe: Vorder- und Hinterachse sind nicht dasselbe. Hinten muss der Bremskolben nicht nur gedrückt, sondern gleichzeitig gedreht werden, dafür gibt es ein Spezialwerkzeug für rund 16 Euro. Wer das nicht weiß und trotzdem drückt, beschädigt den Kolben. Alles dokumentiert, alles gezeigt. Vom Fachmann abnehmen lassen sollte man es trotzdem.

Drei Kleinigkeiten die sich irgendwann erledigen müssen, alle zusammen keine halbe Stunde.
Funkschlüssel reagiert nicht mehr: Batterie leer, Gehäuse aufhebeln, Knopfzelle tauschen, fertig. Wer dabei gleich merkt, dass das Gehäuse gebrochen oder lädiert ist: Nachbau gibt es für unter 10 Euro, Elektronik und Wegfahrsperre-Chip rüberbauen, fertig. Sieht aus wie neu.
Zentralverriegelung funktioniert nach einem Sitzumbau plötzlich nicht mehr, Dauerblinker dazu: Kabel unter dem Sitz prüfen. Dort sammelt sich gerne Wasser, Kabel korrodieren oder werden beim Umbau eingeklemmt. Bei uns war es Letzteres, wir haben es selbst verursacht und selbst behoben. Löten, Schrumpfschlauch, Sicherung prüfen, fertig.
Die Stellmotoren der Zentralverriegelung an Fahrer- und Beifahrertür haben kaum noch Lust. Entweder korrodierte Kabel oder müde Motoren, wahrscheinlich beides. Das Doofe: Es handelt sich um eine geschlossene Einheit. Türverkleidung raus, Fenster fixieren, alle Kabel vom Armaturenbrett bis zur Motoreinheit durchchecken. Haben wir angefangen. „Ach, lassen wir das für heute." Kommt in Staffel 05.
Kein dramatisches Kapitel. Kein Notfall, keine Pannennacht. Aber eines der wichtigsten.
Wir machen den Ölwechsel seit Kauf selbst, alle 10.000 bis 15.000 Kilometer, immer mit neuem Filter und neuer Ablassschraube. Das richtige Öl für den Motor, kein Kompromiss. Klingt banal. Ist es auch. Bis man sieht was passiert, wenn jemand es nicht tut.
Zu seltene Ölwechsel, falsches Öl, zu wenig Öl, aber auch zu viel. Ein deutlich zu hoher Ölstand kann dazu führen, dass das Öl schäumt, die Schmierwirkung verliert und über die Kurbelgehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt gezogen wird. Immer den Ölstand nach dem Wechsel prüfen, Zielbereich zwischen Min und Max, näher an Max, nicht drüber.
Wer einen T5 fährt, egal welche Motorgeneration, sollte außerdem den Begriff PDE kennen: Pumpe-Düse-Element. Eine bekannte Schwachstelle quer durch alle T5-Motoren bis Baujahr 2010. Das Problem ist vermeidbar, der Fix kostet wenig. Wer es ignoriert, zahlt viel. Was passiert, wenn man es ignoriert, zeigen wir offen unter → Reparaturen & Baustellen, dort wurde PDE unser teuerstes Kapitel.

Es fing mit einer Beule am Schweller an. Mein erster Lackierversuch, draußen auf dem Hof. Ergebnis: ordentlich für einen Erstversuch. Nicht schön. Aber dicht.
Was dann folgte war keine Planung, es war eine Kettenreaktion. Kotflügel hinten rechts wegen mir und einem Torpfosten der im Weg stand. Rost am Tankdeckel. Rost an der Hecktür beim Nummernschild. Radläufe (typische Roststelle beim T5/T6, unbedingt regelmäßig prüfen). Unterboden hinten. Stück für Stück, Jahr für Jahr.
Die Bedingungen waren dabei selten ideal, Wind, Blütenstaub, kackende Vögel, Nachtschichten wegen der Trocknungszeiten. „Anlackieren und Auspolieren" (also nahtloses Einblenden in den Originallack) würde ich mir bis heute nicht zutrauen. Aber einzelne Stellen schützen und versiegeln? Das funktioniert, mit Geduld, mit Übung, mit jedem Versuch besser.
Was das Stückweise-Lackieren außerdem hat: Es ist günstig, Grundierung, Lack aus der Dose (kein Klarlack nötig, wenn man nur versiegeln will), etwas Spachtelmasse, Schleifpapier, Rostumwandler. Kein Vergleich zu Werkstattpreisen.
Meine Farben hole ich seit jeher bei Lackstore, keine Werbung, einfach eine ehrliche Empfehlung. → lackstore.de
Mipa Protector — das macht wirklich Spaß. Der absolute Geheimtipp für Kunststoffteile: Mipa Protector, auch bekannt als Truckbedliner. Rollen oder Sprühen (mit dem richtigen Kompressor kann das wirklich jeder), und das Ergebnis sieht professionell aus und hält ewig. Alle Kunststoffteile außen haben wir damit beschichtet, sogar den Feuerlöscher.
Vorgehen: Oberfläche mit Isopropanol und Schleifvlies mehrfach gründlich abziehen, Kunststoffprimer drauf, dann 1 bis 2 dünne Schichten → Mipa Protector. Fertig. Kein lästiges Auffrischen mit Pflegeprodukten mehr, kein Stress wenn die Stoßstange wieder verblasst. Der einzige Aufwand: Alle Teile vorher demontieren. Aber wenn man schon dabei ist, macht die Arbeit selbst richtig Laune.
Wichtiger Hinweis: Mipa Protector oder Raptor Lack würde ich nicht auf die Karosserie sprühen. Ja, es geht einfach und sieht super aus. Aber wenn das Fahrzeug nicht perfekt vorbereitet und konserviert ist, rostet es unbemerkt über Jahre unter der Beschichtung weiter, bis etwas zum Vorschein kommt, ist es zu spät. Auf Kunststoff: unbedingt empfehlenswert. Auf Blech: nur mit perfekter Vorbereitung und auf eigenes Risiko.

PSA nicht vergessen: Schutzmaske, Schutzbrille, Handschuhe. Egal ob Dose oder Sprühpistole, egal ob kurz oder lang. Immer.
Der große Traum seit Folge 01: Das Fahrzeug irgendwann komplett in einer geeigneten Halle lackieren. Sauber, professionell vorbereitet, einmal richtig. Wer weiß, wir sind ja noch nicht am Ende.
Lenken fühlte sich falsch an. Ruckelig, mit einem leisen klackenden Knallen. Kein dramatischer Ausfall, aber eindeutig nicht richtig.
Aus Zeitmangel nicht zu unserer Vertrauenswerkstatt gefahren, sondern zu einer Werkstatt in der nächstgrößeren Stadt. Hatten dort mal gute Erfahrungen. Diagnose: Servogetriebe defekt. Komplett tauschen. Kosten: 1.600 €.
Wir haben bezahlt. Gefahren. Und Tage später Bescheid gegeben: Das Lenken war besser, das Knallen noch da.
Dann kam das Leben dazwischen. Mein Vater ist gestorben. Marias Oma ist gestorben. Jobwechsel. Es gibt Momente wo eine knarzende Lenkung einfach nicht die wichtigste Sache ist. Das Thema lag monatelang brach.
Irgendwann habe ich den Fehler dann selbst gesucht. Keine Hebebühne, kein Spezialwerkzeug, nur mein 15-jähriger Sohn der auf dem Parkplatz am Lenkrad dreht und ich der zuhört und fühlt. 14 Sekunden. Korrekte Diagnose. Ursache gefunden. Mein Sohn durfte dann auch mal nachfühlen, er hat es sofort gespürt.
Was das genau war, zeigen wir im Update-Video wenn die Abwicklung mit der Werkstatt abgeschlossen ist. Soviel vorab: Es war nicht das Servogetriebe. Und es war nicht allein, eine ausgeschlagene Koppelstange und einiges mehr warteten noch.
Die Abwicklung mit der Werkstatt läuft noch. Ausgang offen.
Was bleibt: Werkstätten können sich irren. Auch gute. Bevor ein teures Bauteil getauscht wird, Zweitmeinung einholen. Im Zweifel selbst recherchieren. Oder zur Vertrauenswerkstatt fahren, auch wenn es ein bisschen weiter ist. Wäre in unserem Fall günstiger gewesen.
Kein Video vorhanden, Update folgt, wenn die Abwicklung abgeschlossen ist.
Kleiner Spoiler: Das hier ist die erste Kategorie auf der Seite, aber nicht die letzte Geschichte. Was aus dem Bus geworden ist, was noch kommt und wie der Ausbau wirklich aussieht, findet ihr in den anderen Kapiteln.
Wer billig kauft, kauft zweimal? Auf keinen Fall. Wir hatten Glück mit unserem Bus. Mittlerweile seit acht Jahren auf unseren Straßen unterwegs. Neue Autos werden für denselben Zeitraum gebaut, nur unser hatte schon ein Leben vor uns. Kein gutes, aber ein Leben. Ein bisschen wie ein Tier aus der Rettung. Keiner wollte ihn, wir haben uns verliebt.
Klar hätten wir uns vieles erspart, wenn wir neu oder jung gekauft hätten. Hätte es uns vor allen Arbeiten und Ausgaben gerettet? Wer weiß. Ich denke nein. Es muss jedem bewusst sein: Ein Fahrzeug braucht Pflege, Liebe und gelegentlich auch professionelle Zuneigung. Das klingt etwas verkehrt, ist aber so.
Würden wir den Weg noch mal gehen? Heute sage ich: Nein. Es war ein riesiger Spaß, alles zu machen, zu erleben und zu lernen. Aber Gegenwart-Steven weiß: Mir fehlt heute die Zeit für ein so umfangreiches Projekt. Die Zeit mit den Kids, für das Haus, Erholung nach Arbeit und Messen, der Platz. Das war damals anders.
Das Gute ist: Ich habe jetzt eine Garage voller Werkzeug.
Würden wir neu kaufen? Ja, wenn das Budget da wäre, würden wir neu kaufen und anpassen. Schön machen. Es zu unserem machen. Aber genau so viel Spaß würde es vermutlich nicht machen.
Für alles was wir nicht selbst machen, oder nicht machen sollten: Werkstatt Flair in Blankenheim ist unsere Vertrauenswerkstatt für alle T5/T6-Fragen. → werkstattflair.de
Kein vollständiges Einkaufspaket, nur was wir selbst eingesetzt haben und was den Unterschied gemacht hat. Mit einem Satz Begründung warum.
Ohne das Zeug fängt man gar nicht erst an, wirklich.

Werkzeug
Vielzahnschlüssel-Set
Beim T5 kommst du ohne ihn an die meisten Schrauben gar nicht ran. Das Erste was du kaufst.
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Werkzeug
Kunststoff-Hebelwerkzeug-Set
Innenverkleidungen, Türverkleidungen, Clips, alles geht damit raus ohne Kratzer zu hinterlassen.
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Werkzeug
Drehmomentschlüssel (20–100 Nm)
Für Glühkerzen. Wenn du zu fest ziehst, bleibt der Kopf im Motor. Kein Witz.
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Werkzeug
Steckschlüsselsatz
Ohne braucht man gar nicht mit dem Schrauben anfangen. Einmal kaufen, für immer dabei.
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Werkzeug
Bremskolben-Rückdreher
Nur für die Hinterachse, aber ohne ihn geht es schlicht nicht. 16 Euro, einmal gekauft, immer dabei.
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Werkzeug
Auffahrrampen
Sicherer als jeder Wagenheber für Unterbodenarbeiten. Einmal draufgefahren, in Ruhe arbeiten.
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Werkzeug
PROXXON 3/8" Steckschlüsselsatz
Qualität die man spürt. Kompakt, vollständig, für alle Stellen wo ein normaler Satz nicht hinkommt.
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Werkzeug
BGS Glühkerzen-Gelenk-Einsatz 10mm
Tiefbett, 10mm, für festsitzende Glühkerzen. Ohne ihn kommt man an die hinteren schlicht nicht ran.
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Werkzeug
PROXXON Maulschlüsselsatz
Präzise, robust, langlebig. Einmal gekauft, nie wieder nachgedacht.
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Werkzeug
Drahtbürsten-Set
Rost anlösen, Gewinde saubern, Korrosion aufrauen vor der Behandlung. Kleines Werkzeug, viel Wirkung.
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Werkzeug
Bosch 12V Akkuschrauber
Kompakt, leicht, zuverlässig. Für alles im Bus, von Verkleidungsschrauben bis Möbelbau. Einmal in der Hand, nie wieder hergeben.
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Werkzeug
HAZET Smartcase
Notfallwerkzeug fürs Handschuhfach. Hat uns schon gerettet, seitdem nicht mehr ohne.
Ansehen →Bewährt im Alltag, nichts davon ist optional wenn man es einmal gebraucht hat.

Produkt
Plastic Care Pflegemittel
Verblasste Kunststoffteile außen in zehn Minuten wieder dunkel. Kein Lack, kein Aufwand, hält erstaunlich lang.
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Produkt
Fertan Rostkonverter
Rost chemisch binden statt nur abschleifen. Bildet eine Zinkschutzschicht, überlackierbar. Unser Standard bei blankem Blech.
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Produkt
MIPA Silikonentferner
Schritt eins vor jedem Lackieren, Kleben oder Dämmen. Was nicht entfettet ist, hält nicht. Kein Witz.
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Produkt
MIPA Nitro-Universalverdünnung
Karosseriekleber entfernen, Flächen reinigen, letzter Schritt vor dem Lackieren. Nur mit Handschuhen und offenem Fahrzeug.
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Produkt
Presto Bremsenreiniger
Bremsen, Bremsscheiben, Fettflecken auf Metall, fettrückstandsfrei und schnell. Vor jedem Bremsenwechsel Pflicht.
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Produkt
DUPLI-COLOR Korrosionsschutz Grundierung
Nach der Rostbehandlung sofort drauf. Direkt auf blankes Metall, schützt vor Neurost bis der Decklack kommt.
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Produkt
MIPA Protector Komplett-Set
2K-PU-Beschichtung für Kunststoffteile, die danach nicht mehr verblasst. Einmal behandelt, dann ist Ruhe, kein ewiges Auffrischen mehr.
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Produkt
MIPA Kunststoff-Primer
Haftgrund auf den Kunststoff, bevor der Protector kommt. Ohne Primer hält die Beschichtung nicht, der Schritt, den man nicht überspringt.
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Produkt
MIPA Isopropanol
Reinigt und entfettet die Kunststoffteile vor dem Primern. Was nicht sauber ist, hält nicht.
Ansehen →Häufige Fragen