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Fahrzeug & Karosserie — VW T5 Ausbau
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Der Kauf — warum ein T5.1 und was wir dabei gelernt haben

Kein Budget, kein Plan, aber einen Entschluss. Wie wir den Bus gefunden haben, was wir beim Kauf übersehen haben — und was wir nächstes Mal anders machen würden.

Kapitel Inhalt 03
01 Den richtigen T5 finden Kauftour, Bauchgefühl und ein roter Bulli aus Mönchengladbach 02 Was als erstes dran war Rückbau, Rost, Optik und Wartung — ehrlich dokumentiert 03 Werkzeug & Produkte Was sich bewährt hat — und warum

Kapitel 01

Den richtigen T5 finden — Kauftour, Bauchgefühl und ein roter Bulli aus Mönchengladbach

25. Februar 2019 Steven Beitrag #01 / Kategorie A
VW T5 Karosserie — Schleifen, Funken fliegen

Der Rote, kurz nach der Anzahlung. Mönchengladbach, Februar 2019.

Modell VW T5.1 (7HA) TDI SG5 AXB
Erstzulassung 11 / 2005
Leistung 105 PS · 1896 cm³ · Diesel
KM bei Kauf 182.000 km
Preis 5.200 €
Lackcode LK3A — Paprikarot

Die Juno* war weg. Verkauft an einen netten Menschen, der sie hoffentlich genauso liebt wie wir. Und plötzlich standen Maria und ich da: ohne Auto, mit dem Plan, etwas Größeres zu kaufen. Kastenförmig, Platz für vier Leute und einen Dackel, irgendwann drin schlafen. Das Ziel: ein VW T5. Das Budget: begrenzt. Die Expertise: überschaubar — weshalb wir unseren Lieblingsschrauber Christian mit ins Boot geholt haben. → Christian

Erster Halt: Ein weißer T5.2, langer Radstand, Dachträger, Familienbetrieb. Händler sympathisch, direkt Schlüssel in die Hand, sofort Probefahrt — so mag ich das. Oder waren die einfach faul und nicht sonderlich interessiert? Auch gut. Das Auto selbst: schön anzuschauen, keine Frage. Aber keine Klima — und mit Kids im Bus ist das kein Luxus, sondern Überlebensstrategie. Dazu: langer Radstand, damals zu groß für uns. Heute würden wir das anders sehen. Und dann rief ich Christian an: Ölverlust am Getriebe, Rost unterm Motor — lang gestanden. „Bitte weiterschauen."

Zweiter Halt: Mönchengladbach. Ein roter T5.1, älter, mit Klima, ein paar Blessuren, müder Auspuff, sprang nicht mal an. Kein Prachtstück. Aber vor Corona waren die Busse noch bezahlbar, und wir wollten nicht ewig weitersuchen. Unser Kumpel Manu → Schalldose fuhr auch einen 1.9l TDI und war rundum zufrieden — zuverlässig, ausreichend Leistung. Das hat uns den letzten Schubs gegeben.

Wir haben noch am selben Tag unterschrieben.

„Verliebt euch nie in ein Auto. Das macht blind." — Christian

Wir haben trotzdem unterschrieben. Der rote Bulli war objektiv in einem mäßigen Zustand. Aber er war der richtige. Vermutlich.

Der 1.9l TDI gilt als zuverlässig, Manu war happy, wir waren überzeugt. Was Jahre später trotzdem noch passieren würde — und was wir hätten vermeiden können — das ist eine andere Geschichte. Dazu kommen wir — viele Beiträge später.

🔧 8 Jahre später — Gegenwart-Steven weiß:

Die klassischen Roststellen beim T5 sind nicht da, wo man zuerst hinschaut. Griffleiste an Heckklappe oder Hecktür rostet gerne von innen nach außen — sieht man erst, wenn's zu spät ist. Radläufe: Die Radhausschalen halten Dreck und Feuchtigkeit jahrelang fest, unbedingt abnehmen und dahinter schauen. Beim ehemaligen Handwerkerwagen nicht nur die Innenverkleidung prüfen, sondern auch das Blech im Laderaum — ohne ordentliche Ladesicherung rutscht Ladung, und was gegen Blech rutscht, hinterlässt Spuren. Und unter der Bodenplatte: Schiebetür stand beim Arbeiten stundenlang offen, es hat geregnet, keiner hat's gemerkt. Bodenplatte raus, Taschenlampe rein.

Kurz-Checkliste beim T5-Kauf

Tipps aus dem Video — gesammelt mit freundlicher Unterstützung von Christian, KFZ-Mechaniker und geduldiger Mensch.

  • Zahnriemen — Wann gewechselt? Wenn du's nicht weißt, kalkulier's ein. Beim T5 kein Schnäppchen.
  • Batterie & Ölstand — Öldeckel: sandig oder körnig = Warnsignal.
  • Sauberer Motor — Klingt gut, ist es nicht zwingend. Frisch gereinigt kann bedeuten: da war was zu verstecken.
  • Rost unterm Motor/Getriebe — Rost dort, wo's im Fahrbetrieb warm wird? Auto hat lang gestanden. Vorsicht.
  • Querlenker & Manschetten — Kurz drunterleuchten. Risse oder durchgefressene Gummis kosten.
  • Bremsscheiben & Reifen — Furchen, Risse, Reifenalter (steht auf der Flanke: KW + Jahr).
  • Alles elektrisch testen — Fensterheber, Klima, Blinker, Scheinwerfer. Alle.
  • Bewegliche Teile — Schiebetür: Läuft, schließt, öffnet — alle drei Punkte.
  • Sicherheitsgurte: Rollen fleißig ab und wieder auf.
  • Griffleiste Heckklappe / Hecktür — Rostet gerne von innen. Radhausschalen abnehmen, dahinter schauen.
  • Fahrersitz — Oft durchgesessen. Gebrauchter Ersatzsitz günstiger als Neubezug.
  • Bodenplatte & Blech darunter — Vorhanden? Gut. Darunter schauen: Schiebetür = Regenrisiko.
  • Blech im Laderaum — Handwerkerwagen: fehlende Ladesicherung = Kratzer im Blech. Hinschauen.
  • Innenverkleidung — Ramponiert okay, fehlend nicht — brauchst du als Schablone für den Ausbau.
  • Unterfahrschutz abnehmen lassen — Erst dann siehst du, ob das Getriebe verliert.
  • TÜV, Vorbesitzer, Inspektionsnachweise — Basics. Nicht verhandeln, einfach fragen.

* Juno war unser Nissan Terrano I — ein echter Geländewagen, ursprünglich für eine Rallye gekauft, die wir nie antreten konnten. Nach 35 Jahren hatte mein damaliger Arbeitgeber, die WDR Lindenstraße, dichtgemacht — und damit auch unsere Rallye-Pläne. Schade drum. Für zwei Personen wäre Juno das perfekte Abenteuermobil gewesen, für die ganze Familie war sie schlicht zu klein. Verkauft haben wir sie an Manu — in guten Händen.

Infobox Video zum Beitrag
VW T5 Kauftour — draussenmensch auf YouTube

Kapitel 02

Was als erstes dran war

Update · Mai 2026

VW T5 — Was als erstes dran war

TODO — Bildunterschrift

Ein gebrauchter T5/T6 hat Geschichte. Meistens mehr als der Vorbesitzer zugegeben hat. Bevor beim Camper-Ausbau auch nur eine Schraube reingeht, muss man erst verstehen womit man es zu tun hat — und das geht nur auf eine Art: alles raus, alles angucken.

Rückbau und Rost

Bodenplatte raus, Sitze raus, Trittabdeckungen raus, Teppiche und Gummimatten im Fahrerhaus hoch oder am besten raus. Erst dann siehst du was das Fahrzeug dir verschweigt. Bei unserem Roten war's Rost an der Schiebetür-Seite und eine Trennwand-Halterung die ab Werk punktgeschweißt war — haben wir trotzdem rausbekommen. Und dann waren da noch die Kabel unter dem Beifahrersitz, die wir beim Einbau eines Einzelsitzes selbst durchgescheuert haben. Fehler passieren. Gehören dazu. Am besten dokumentiert man sie bevor man sie vergisst.

Die klassische Roststelle beim T5/T6 sitzt unter den Trittstufen — Kunststoffteile mit scharfen Kanten scheuern bei jedem Einsteigen gegen das Blech. Zehn Minuten Arbeit wenn man's früh findet. Deutlich mehr wenn nicht.

Optik — was wenig kostet und viel bringt

Vier Stahlfelgen schwarz lackiert: 35 Euro, ein Nachmittag. Rückleuchten gegen die klare Version getauscht: eine Stunde, Schraubenzieher, fertig. Außenspiegel gewechselt, Kunststoff aufgefrischt, Schaltsack neu. Nichts davon ist notwendig. Alles davon macht einen Unterschied.

Mechanik und Wartung

182.000 Kilometer bei Kauf. Also: Glühkerzen, Dieselfilter, Bremsen vorne und hinten — alles selbst gemacht, alles dokumentiert. Dazu eine defekte Kühlwasserpumpe die wir erst beim Standheizungs-Einbau gefunden haben, ein Thermostat der nie richtig öffnete und ein Bowdenzug für die Luftumschaltung der seit anderthalb Jahren kaputt war und den wir für sieben Euro ersetzt haben. Vieles davon hätte in der Werkstatt dreimal so viel gekostet.

Den Tank ausbauen

Für die Standheizung musste der Tank raus. Kein Nachmittags-Projekt — am besten in einer Mietwerkstatt mit Hebebühne. Wer den Einbau einer Standheizung plant: Christian und das Team von busbastler.de bieten dafür regelmäßig Workshops an.

🔧 Weiterführende Artikel

Was hat der komplette Ausbau gekostet? Die vollständige Kostenaufstellung des Mark-1-Ausbaus — von Fahrzeug bis Wohnmobil-Zulassung. → Zum Artikel

Wohnmobil-Zulassung beim TÜV — was wirklich geprüft wird, welche Dokumente du brauchst und was uns fast durchfallen ließ. → Zum Artikel

Kapitel 03

Werkzeug & Produkte die sich bewährt haben

Update · Mai 2026

Kein vollständiges Einkaufspaket — nur was wir selbst eingesetzt haben und was den Unterschied gemacht hat. Mit einem Satz Begründung warum.

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