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Blog#03. Unser „neues“ Freiheitsmobil | Vom Auto zum Offroadcamper

„Juno“ ist bei uns eingezogen!

Unsere neue Mitbewohnerin ist ein Nissan Terrano Geländewagen, wer SUV sagt, fliegt raus 🙂
Geboren wurde „Juno“ 1994 und zwar im November und lebte seither in Bonn bei einem mittlerweile betagten Ehepaar. „Juno“ hatte es gut, sie hatte ein Dach über dem Kopf, fuhr jährlich längere Strecken in den Urlaub und auch der Umstand, dass sie dabei einen Hänger ziehen musste, machte ihr nichts aus. Regelmäßige Besuche bei fachkundigem Personal und die ständige Kontrolle ihrer Vitalzeichen hielten „Juno“ gesund und munter. So kommt es, dass „Juno“ bis heute erst 140k Kilometer auf diesem Planeten zurückgelegt hat, was sicherlich daran liegt, dass sie als V6 auf Reisen auch sau viel Durst hat. Was man verstehen kann, sie leistet, wenn man es von ihr abverlangt, einfach wahre Wunder beim Ziehen von schweren Lasten.

Warum ist „Juno“ jetzt bei uns?
Ihre leiblichen Eltern haben sie in den letzten Jahren – altersbedingt – doch sehr häufig vernachlässigt. Sie stand viel in ihrem Zimmer, wurde selten raus gelassen und wenn sie dann doch mal an die Luft durfte, dann wurde sie etwas rüpelhaft behandelt. Seither trägt sie einige blaue Flecken, Narben und unschöne Stellen auf ihrem sonst so robusten Körper. War es boshaft von ihren Eltern sie so zu vernachlässigen? NEIN! „Juno“ konnte durch Alter und Gebrechen ihrer Eltern einfach nicht mehr artgerecht gehalten werden. Das kann man niemandem zum Vorwurf machen und man muss eingestehen, dass es an der Zeit war, „Juno“ in andere Hände zu geben.

Wir haben „Juno“ im August 2018 bei uns aufgenommen und werden, solange uns das Geld nicht ausgeht, all unsere Liebe, unsere Leidenschaft und unser pädagogisches Feingefühl in sie stecken, um sie artgerecht zu halten und ihr ein glückliches und erfülltes Leben zu ermöglichen.

Ganz ohne professionelle Hilfe und wahrscheinlich auch nicht ohne die nötigen Nerven werden wir es allerdings nicht schaffen. Wo genau „Junos“ Problemzonen liegen, ob wir ihr eine neue Zahnspange verpassen müssen und welche operativen Eingriffe nötig werden, dass sehen wir in den kommenden Tagen. Wir berichten in Text und Video und hoffen, dass es für uns alle und besonders für „Juno“ ein gutes Ende nehmen wird.

Eines ist aber jetzt, in der kurzen Zeit, schon sicher: Wir haben uns in die Kleine verliebt und sie ist nicht nur für uns Eltern, sondern auch schon für die Kids ein fester Bestandteil unser Familie. Wir hoffen, aus dem Nissan irgendwann ein echtes Rallyewunder aber viel mehr noch, einen Camping-, Vanlife- und freiheitsliebendes Bestandteil unser Familie werden zu lassen.